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Donnerstag,
den 29. Mai 2003/Freitag, den 30. Mai 2003
Köln -
Windhoek (Tag 1)
Mit der Bahn ging es nachmittags
nach Frankfurt. Nach all den frühmorgendlichen Abflügen
über den großen Teich in die USA, war dies ein angenehmer
Reisetag. Die Taschen mußten nicht wie üblich mitten
in der Nacht gepackt werden, ein Frühstück und sogar
ein Mittagessen waren noch möglich. Die Zugfahrt war sehr
angenehm, die Sitzplatzreservierungen waren vollkommen überflüssig.
Am Flughafen angekommen, waren wir
heilfroh, dass wir nicht zu einer der Reisegruppen gehörten,
sondern Namibia auf eigene Faust erkunden konnten. Eine Dame aus
einer Reisegruppe wurde dann auch noch wegen eines abgelaufenen
Reisepasses nach Hause geschickt. Wie einem sowas passieren kann
ist nicht nachvollziehbar. Der Flug selbst ging relativ schnell
vorüber. Mit einem Abflug um ca. 23:00 Uhr, hatte man schon
die nötige Müdigkeit um in den engen Sitzen des Flugzeuges
etwas schlafen zu können.
Nach der Landung, herrlichstes Wetter,
strahlend blauer Himmel hieß es ersteinmal Schlange stehen.
Über eine Stunde haben wir für die Einreise benötigt.
Von unserem Campervermieter wurden wir abgeholt u nd
ca. 20 km vom Flughafen entfernt auf einer Veranda mit Blick über
die Weiten "Afrikas" mit deutschem Kaffee verwöhnt.
Mit den beiden Dänischen Doggen hatten wir uns schnell angefreundet.
Leider war unser Auto noch nicht zur Übernahme bereit. Er
befand sich noch in einer Werkstatt und die Ersatzteile mußten
noch aufgetrieben werden. Das waren ja herrliche Aussichten. Geplant
war die direkte Übernahme der Wagens, einkaufen in Windhoek
für die nächsten paar Tage und dann ab in den Daan Viljoen
Game Park. Dort wollten wir uns gemütlich und in Ruhe einrichten.
Stattdessen ging es mit der Vermieterin
in Windhoek zum Shoppen und zur Bank. Wir hatten die Hälfte
unseres Geldes in Traveller Checks dabei. Traveller Checks werden
wohl nach den Angaben der Vermieterin nur sehr schwer einzulösen
sein. Also haben wir sie fast komplett am ersten Tag umgetauscht,
dann hätten wir uns auch das Ganze mit den Traveller Checks
von Anfang an sparen können. Hinterher ist man immer schlauer.
Danach gings ab in den Supermarkt zum shoppen. Da wir uns im Urlaub
fast ausschließlich von Twix, Snickers und Cola ernähren
(ok, Wasser und Nudeln haben wir dann auch noch geholt), dauerte
die Shopping Aktion nicht sehr lange.
Auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt
fielen uns die "Auto-Wächter" das erste Mal auf,
über die wir in zahlreichen Reiseberichten bereits gelesen
hatten. Auch unsere Vermieterin entrichtete den Obulus und erklärte
uns später, dass die Wächter sich eine Genehmigung kaufen
müssen, um ihren Job auszuüben. Deutsche Bürokratie
allerorts. Mal wieder ist alles geregelt.
Mit den ersten Eindrücken von
Namibia machten wir uns auf den Rückweg. Erstaunt waren wir
über die Vergitterung der Häuser
und Grundstücke in den "besseren" Ortsteilen. Dies
alles ließ nichts Gutes hoffen und wir freuten uns auf den
nächsten Tag um Windhoek verlassen zu können und "aufs
Land hinaus" zu fahren. Irgendwann war dann auch unser Wagen
aus der Werkstatt und wir konnten unseren Krempel verstauen, Kühlschrank
einräumen und relaxen. Die goldene Stunde und der Sonnenuntergang
machten Lust auf mehr und wir freuten uns, dass wir am nächsten
Tag schon die Köcherbäume bei Keetmanshoop im Sonnenuntergang
sehen würden.
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