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El Chaltén – das Trekkingparadies 01.01.2016
Auch heute genossen wir unser Frühstücksbuffet; die zu fahrende Strecke war nicht so weit und die Sonne schien wieder. Nach dem Frühstück beluden wir unseren PickUp für den wir vom Vermieter eine riesige Tasche bekommen hatten, die wir hinter der Fahrerkabine befestigt hatten und in der unsere Vorräte an Getränken und Snacks untergebracht waren. Wir hatten den Reißverschluss mit einem kleinen Schloss gesichert, wäre aber vermutlich überhaupt nicht nötig gewesen. In den von uns besuchten Gebieten haben wir uns nie unsicher gefühlt oder hatten Angst, dass uns etwas gestohlen werden konnte. Ein amerikanisches Ehepaar erzählte uns auf Rapa Nui, wie toll es wäre mal die Sachen unbeaufsichtigt irgendwo liegen zu lassen, in Valparaiso wäre das absolut nicht möglich gewesen.
Hinter El Calafate sahen wir unsere ersten Nandus und die bekannten Schilder, die vor dem Wind warnten. Die Fahrt auf der gut asphaltierten Straße ging gut voran, in der Ferne konnten wir schon den Fitz Roy sehen. Leider zog es sich immer mehr zu je näher wir nach El Chaltén kamen. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet – zu verwöhnt waren wir von unseren ersten Traumwettertagen.
Im Ort angekommen waren die Berge um uns herum verschwunden und der Ort sah ziemlich trist aus. Also erledigten wir erstmal die wichtigen Dinge – tanken. Die Tankstelle ist direkt am Ortseingang und man muss wissen, dass es sich dabei um eine Tankstelle handelt, denn es ist eigentlich nur ein blauer Container. Als Dritter in der Schlange war das Tanken auch sehr schnell abgehakt. Im Visitor Center erkundigten wir uns nach dem Wetter und bekamen das, was wir schon befürchtet hatten noch einmal vom Ranger bestätigt. Die nächsten Tage war kein Königswetter; die Wahrscheinlichkeit den Fitz Roy sowie den Cerro Torre zu sehen war sehr niedrig.
Da nichts zu sehen war, machte es auch keinen Sinn eine der geplanten Wanderungen zu unternehmen. Also gönnten wir uns erstmal ein zweites Frühstück in einem „Waffelhaus“. Danach konnten wir zumindest schon mal in unserem Hotel einchecken und waren somit das Gepäck los.
Mittlerweile kam die Sonne immer mal wieder durch, aber die Berge blieben in den Wolken. Bei Wasserfällen ist das Wetter meist relativ egal – also machten wir uns auf den Weg zum Cherro Salto. Da wir ein Auto hatten, fuhren wir auch vom Ort aus dort hin – Wandern um des Wanderns Willen ist nicht so ganz unsers. Vom Parkplatz aus waren es immerhin noch ca. 30 Minuten bis zum Wasserfall, das sollte reichen. Die Wanderung auf der Straße war jetzt auch nicht sehr angenehm. Die Wanderer wurden immer wieder von einer Staubwolke von den vorbeifahrenden Autos umhüllt.
Der Wasserfall selbst war sehr schön. Wir ergatterten etwas abseits einen schönes Plätzchen und genossen die Sonne, den Wasserfall und hofften, dass die Selfiefanatiker die immer weiter nach vorne klettern mussten auf den glatten Steinen ausrutschen würden. Die artistischen Einlagen waren schon amüsant. Für ein gutes Landschaftsfoto sind wir ja auch bereit so einiges auf uns zu nehmen, aber das… Auf der Rückfahrt legten wir noch den ein oder anderen Fotostopp entlang des Rio De las Vueltas ein.
Im Ort angekommen entschlossen wir uns ein schönes argentinisches Steak zu essen und kehrten im Don Guerra ein, unserem Restaurant für die nächsten drei Tage. Das Essen war klasse, das Bier schön kühl und lecker und der Blick hinaus auf die ganzen Trecker abwechslungsreich. In El Chaltén ist alles zu Fuß unterwegs; voll durchgestylte Tageswanderer, die mit Studiosus unterwegs sind oder aus dem asiatischen Raum stammen und eine Kleiderordnung auferlegt bekommen haben, Aussteiger, die nach 10 Tagen im Wandergebiet El Chaltén zurückkehren, südamerikanische Familien in Jeans, die nicht so genau wissen was man hier macht usw. Langweilig wird einem hier nicht.
Auch wenn unser Blick immer wieder zum Fitz Roy ging, so gingen wir heute leer aus.

Hotel: Hotel La Aldea (135,05 US $ inkl. Tax)
Highlight: Steakhouse

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