HuWo Reisen
    
   


  
Laguna de los Tres 02.01.2016
Unser erster Blick aus dem Fenster galt dem Berg – und was war, natürlich zeigte er sich auch heute nicht. Von unserem anfänglichen Glück geblendet, waren wir davon ausgegangen, dass das mit dem perfekten Wetter immer so weiter gehen würde. Jetzt liefen wir Gefahr diesen blöden Berg nicht zu sehen und nach drei Tagen unverrichteter Dinge wieder abzureisen. Aber noch wollten wir uns nicht geschlagen geben; nach den Wetter/Wolkenbericht (es gibt eine untere, mittlere und hohe Wolkenschicht und für den Fitz Roy war die mittlere entscheidend) gab es heute ein kleines Fenster ohne Wolken.
Nach dem Frühstück machten wir uns wieder mit dem Wagen – ganz Trekker unlike – zur Hosteria Pilar auf, von der aus wir unsere Wanderung starteten. Zumindest bis zum Aussichtspunkt Piedras Blanca wollten wir gemeinsam wandern und dann entscheiden ob es sich lohnt hoch zur Basis des Firtz Roy zu gehen. Das Wetter auf dieser Seite wurde immer besser, Sonne und schon ein großes Stück blauer Himmel waren zu sehen und wir waren schon fast sicher, dass es klappen würde. Entlang des Rio Blanco konnten wir immer mal wieder einen Blick auf den Berg werfen und tatsächlich einmal war er sogar frei. Dies ließ hoffen.
Am Aussichtspunkt trennten wir uns dann doch, einer ging zum Auto zurück, der andere machte sich auf den Weg zum Fitz Roy. Dadurch war es dann möglich zurück nach El Chaltén zu wandern, da der Wagen ja schon wieder dort war. Wir verabredeten eine „Abholzeit“ am Start der Wanderung in El Chalten und jeder ging seines Weges.
Während das Wetter am Anfang noch hoffen ließ, war spätestens am Camp Poincenot klar, dass die Granittürme sich nicht zeigen würden auch nicht oben. Aber einmal hier, dann sollte man auch die Wanderung der Wanderungen machen. Also quälte man sich eine Stunde das Geröllfeld hinauf um oben angekommen nichts zu sehen. Immerhin man war oben.
Leicht war es nicht – dieser eine Kilometer zieht sich und fordert alles von einem ziemlich ungeübten Couchpotatoe. Auch wenn der Blick einen nicht für die Anstrengung belohnte, so war doch die Tatsache, dass man es bis hier hin geschafft hatte ein guter Ausgleich.
Runter ging es schnell und dann spielte auch wieder das Wetter mit, blauer Himmel und Sonne – nur leider nicht über den Bergen. Kurz vor Erreichen des Orts gab es noch einen tollen Ausblick auf den Rio De Las Vueltas. Nach ca. 6 Stunden war es geschafft und wie verabredet trafen wir uns am Parkplatz. Warum sollten wir etwas neues ausprobieren, wir waren so zufrieden mit dem gestrigen Essen, dass wir sofort wieder ins Don Guerro gingen. Das Bier schmeckte heute nochmal etwas besser, wahrscheinlich wegen der geschafften Tour.
Auch von El Chaltén war die Sicht auf die Berge bewölkt – Tag 2 fast ohne Sichtung!

Hotel: Hotel La Aldea (135,05 US $ inkl. Tax)
Highlight: Fitz Roy – wenn auch nur für einen kurzen Augenblick

  www.huworeisen.deback top