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Torres del Paine Nationalpark 06.01.2016
Neugierig wie wir waren hielten wir es nicht lange beim Frühstück aus. Den Wagen hatten wir bereits gestern voll – und zwar wirklich voll, mit Schütteln und Ruckeln am Wagen bis wirklich nichts mehr reinging – getankt. Im Torres gibt es keine Tankstelle; die nächste Tankstelle ist in Puerto Natales 80 km vom Park entfernt. Soviel muss also immer noch im Tank verbleiben, sonst schafft man den Rückweg nicht.
Das Wetter war wieder phantastisch, blauer Himmel und Sonne. Wir freuten uns auf den Torres – immerhin das Highlight Chiles und hofften, dass wir ihn noch rechtzeitig in der Sonne erreichen würden.
Irgendwann war die Strecke nicht mehr asphaltiert, aber mit unserem Wagen war das überhaupt kein Problem. Im Park haben wir immer mal wieder Autos mit einem Plattfuß gesehen, da mussten wir uns mit dem Dicken keine Sorgen machen, das war sein Terrain! Von weitem sahen wir schon die Berge des Torres del Paine und kurz vor Rio Serano konnte man die Cuernos super erkennen.
Nach dem wir im Visitor Center den Eintritt bezahlt hatten, was super schnell ging – keine Busse – hielten wir als erstes an der Explora Lodge in deren Nähe der Salto Chico Wasserfall liegt. Der Wasserfall ist jetzt nicht so der Hingucker, aber an der Explorer Lodge gibt es ganz schöne Wege von denen man die Cuernos und den davor liegenden See mit seinem tollen Türkis wunderbar sehen kann. Schon wieder ein Highlight in der ersten Stunde bei bestem Wetter. Einzig der Wind war schon etwas heftig – sollte sich aber noch enorm steigern im Laufe des Tages.
Nächster Stopp war oberhalb unserer Lodge am Lake Pehoe mit einer wunderbaren Aussicht auf den See und die Berge. Für’s Einchecken war es noch zu früh und so fuhren wir direkt zum Parkplatz für den Salto Grande Wasserfall. Vom Wasserfall führt ein kleiner Wanderweg zum Aussichtspunkt Sandero Mirador Cuernos. Da das Wetter schön war machten wir diesen kleinen Ausflug – man geht ca. eine Stunde bis zum Aussichtspunkt. Der Wind wurde immer heftiger. Dass Wasser wegen des Windes an einem Hindernis abhebt, hatten wir schon gesehen aber dass der Wind so stark ist um mitten auf dem See Wasser in die Höhe zu katapultieren hatten wir bis dahin noch nicht erlebt.
Es war schwer gegen den Wind anzukämpfen und nicht zu seinem Spielball zu werden. Eine vor uns hergehende Familie musste die Kinder ganz schön festhalten und eine zierliche Wanderin mit dickem Rucksack schoss kreuz und quer, ihr Rucksack war eine ideale Angriffsfläche für den Wind.
Als wir unser Auto wieder erreichten zog es sich etwas zu. Da es Zeit zum Einchecken war, fuhren wir zurück zum Hotel und waren gespannt auf das was uns dort erwarten würde. Die Kritiken waren vernichtend, aber die Lage ist so gut! Um nicht komplett im Muff zu hängen teilten wir unsere Übernachtungen im Park auf; zwei in der Hosteria Pehoe und drei in der Lago Grey Lodge. Hätten wir gewusst, dass das Hotel so gut ist, hätten wir es umgekehrt gemacht, da Lago Grey doch etwas abseits ist und man mit Sprit vorsichtig sein muss.
Um es vorweg zu nehmen, wir konnten nichts Negatives an diesem Hotel finden. Die Zimmer sind klasse, groß genug, sauber – vielleicht etwas älter, aber kein Muff; alles bestens. Wir bekamen sogar ein Zimmer mit bestem Blick auf die Cuernos. Besser geht’s nicht! Nachdem wir unser Zeug aufs Zimmer gebracht hatten – man muss alles über die Brücke transportieren – ließen wir uns vor den großen Panoramafenstern der Lodge nieder. Draußen war es zu ungemütlich – aber wir hatten ja auch schon wieder alles gesehen. Unser Tagespensum war geschafft und brauchte auch nicht wiederholt werden, da das Wetter passte.
Auch hier war das Personal sehr nett und zuvorkommend. Später als die Sonne wieder auftauchte genossen wir die Aussicht vom kleinen Strand und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Den perfekten Sonnenuntergang verbrachten wir auf der Brücke.

Hotel: Hosteria Pehoe (240,00 US $)
Highlight: Cuernos!!!

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