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Wanderung Base de las Torres 09.01.2016
Der Tag war „frei planbar“ da wir alles was wir sehen wollten im Torres gesehen hatten und das bei passendem Wetter. Es war nicht ganz so ein schöner Tag wie zuvor, aber ok. Also machten wir uns früh auf zum Hotel Las Torres um von dort aus die Wanderung zum Fuße der Torres anzugehen.
Die Anreise von der Grey Lodge war natürlich deutlich länger also wenn wir in der Pehoe Lodge geblieben wären, aber das hatte ja so seine vermeindlichen Gründe. Die Fahrt zu dieser Zeit während der langsam die Sonne herauskam und die obersten Spitzen der Zinnen anleuchtete hatte aber auch etwas. Nach einer Stunde – mit dem 4x4, der alles schluckte – konnten wir mit unserer Wanderung beginnen. Unterwegs hatten wir die Torres noch frei von Wolken gesehen, aber man konnte schon erkennen, dass es sich zuziehen würde – es war also auch eine Frage der Zeit; wir mussten uns beeilen, wollten wir nicht wieder vor dem wolkigen Nichts wie am Fitz Roy stehen.
Leider fanden wir die Abbiegung nach rechts anfangs nicht und wanderten viel zu weit – eigentlich ziemlich blöd, aber wir liefen einem Puma über den Weg, was äußerst selten ist. Es war ein ausgewachsenes, schön muskulöses Männchen das nach kurzem Auge in Auge starren in der Landschaft verschwand. Nun hatten wir irgendwo hinter uns einen Puma – na super!
Wir hatten in der Parkbroschüre gelesen, dass sollte man einem Puma begegnen man diesem in die Augen schauen sollte. Das taten wir und hofften, dass er verschwinden würde. So war es dann ja auch. Gut, dass wir den Bericht über die Pumas des Torre del Paine erst gesehen haben, als wir wieder zurück waren. Was ein Puma mit einem ausgewachsenen Guanako (was ja nicht ganz so klein ist) macht ist schon heftig, mit diesen Bildern im Kopf wären wir bestimmt nicht so locker geblieben.
Da wir auf dem falschen Weg waren liefen wir wieder etwas zurück und fanden dann den Weg hoch zum Refugio Chileno. Der Anstieg ist richtig heftig und zieht sich in die Länge. Oben angekommen geht es dann mit zwei kleinen Ausnahmen langsam wieder bergab. Die ganze Arbeit also für die Katz!
Hinter dem Refugio steigt der Weg langsam wieder an bis man dann auf einmal vor dem berüchtigten Geröllfeld steht und denkt, da soll ich hoch?! Der Weg führt am Rande des Geröllfelds hoch, manchmal muss man klettern wie eine Ziege, aber irgendwann ist auch das geschafft und man ist oben.
Leider waren die Torres nicht mehr ganz frei und ein Bild mit stahlblauem Himmel dahinter wäre uns natürlich lieber gewesen, aber immerhin wir hatten es geschafft, waren oben und sahen zumindest noch etwas. Kurze Zeit später zog es sich komplett zu und die uns beim Abstieg entgegenkommenden würden überhaupt nichts mehr sehen. Den Regenteil des Tages verbrachten wir im Wald auf dem Weg zurück zum Refugio. Dort holten wir uns eine super überteuerte Cola und einen echt guten Kaffee.
Die Pause, die wir uns gönnten dauerte gerade mal 10 Minuten. Dann ging es leider noch mal wieder bergauf, aber danach nur noch runter – was für eine Wohltat. Die uns entgegenkommenden sahen alle ziemlich fertig aus. Es waren sehr viele unterwegs und wir waren froh, dass wir so früh aufgebrochen waren. Nach 5:50 waren wir wieder zurück am Auto – nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass wir uns auch noch verlaufen hatten.
Sitzen war gut, Autofahren auch – man kam seinem Ziel schneller näher. Den Rest des Tages verbrachten wir wieder auf der Terrasse vorm Hotel mit Blick auf den Grey Gletscher und die Berge. Kaffee und Bier schmeckten nach getaner Arbeit nochmal so gut!
Hotel: Grey Lodge (232,20 US $)
Highlight: Pumasichtung!!

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