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Fazit
Ein Fazit gab es noch nie, aber bei dieser Reise ist es angebracht.
Lange war das Reiseziel Südamerika/Patagonien in unseren Köpfen, lange haben wir uns nicht an dieses Thema getraut. Wir haben es uns zu schwierig vorgestellt. Wir wollten immer etwas Spanisch lernen, damit man sich wenigstens verständigen kann. Wir wollten nicht wie die „blöden Deutschen“ sein, die nichts verstehen und immer in ihrer eigenen Sprache auf die Einheimischen einreden und völlig fassungslos sind, dass sie nicht verstanden werden. Nein, so etwas wollten wir nicht.
Aber wir wollten auch was sehen. Ausgangspunkt für eine erneute Überlegung war eine Schiffstour mit der …, die von Valparaiso nach Buenos Aires inkl. Kurzbesuch in der Arktis fährt. Kreuzfahrten sind schön, man hat sein Heim dabei und muss sich nicht um so viel kümmern – Fahren, Kochen, Loaden usw. machen andere für einen. Schnell wurde uns aber klar, dass man so nur sehr wenig vom Land sehen würde. Es gab zum Beispiel einen Ausflug zum Torres del Paine NP – von Punta Arenas aus. Auf Nachfrage bei der Reederei kostete dieser Ausflug ca. 1.500,00 € pro Person (Flug von Punta Arenas nach Puerto Natales, dann die 80 km Fahrt in den Park und dann wieder alles zurück). Um etwas im Park zu sehen bleib dabei nicht sehr viel Zeit und dann noch die Gefahr, dass alles wolkenverhangen ist. Wir legten die Idee schnell wieder ad acta.
Aber der „Stachel“ saß und so lasen wir uns in die wenigen im Netz vorhandenen Reiseberichte ein und erfuhren, dass auch andere ohne Sprachkenntnisse „durchgekommen“ waren. Also warum nicht. Wir riskierten es.
Dank Booking.com kann man sich die Zimmer schon mal reservieren und dann an der Tour feilen und noch etwas ändern, aber die Unterkunft ist schon mal gesichert. Manchmal hatten wir drei Hotels gleichzeitig gebucht, weil wir noch nicht wussten welches von der Lage her das geeignetste war. Immerhin lag unsere Reisezeit in der absoluten Hauptsaison.
Die Vorbereitungen haben gedauert, zum einen weil man sich in ein komplett neues Thema/Land einarbeiten musste zum anderen weil man nur sehr wenig im Netz dazu findet. Es hat zum Beispiel unendlich lange gedauert, bis wir einen Anbieter für die Bootstour zum Upsala Gletscher gefunden hatten der die VIP Klasse anbot.
Vom Tanken über Geld ziehen mussten wir alles neu lernen, was für uns sonst auf Reisen – weil wir es kennen – selbstverständlich ist, musste in Frage gestellt und neu erlernt werden.
Hat man dann erst einmal im Land den Respekt vor allem Fremden abgelegt, lässt sich der Urlaub wie jeder andere auch begehen. Es ist ja nicht so als wäre man noch nie gereist – nur weil es Südamerika ist, wird man ja nicht zum Novizen! Flughafen bleibt Flughafen, Mietwagen bleibt Mietwagen, Städte bleiben Städte, Nationalparks bleiben Nationalparks!
Wir sind nicht enttäuscht worden. Wir haben eigentlich alles so angetroffen, wie wir es wollten – das haben wir aber dem Traumwetter das wir hatten zu verdanken. Eine Bekannte war zum Beispiel einen Monat vor uns auf Rapa Nui und hatte fast nur Regen - die Insel schien farblos und wir waren sehr skeptisch. Angetroffen haben wir ein Südseeparadies, zu dem wir jederzeit, wenn es denn nicht so weit weg wäre wieder hinfliegen würden.
Einem anderen kann es passieren, wenn er diese Tour unternimmt, dass er keine Gipfel sieht, sich durch Regen und Kälte durchkämpfen muss – dann wäre unser Fazit sicher auch anders ausgefallen, aber so hatten wir das perfekte Wetter und somit auch traumhafte Bedingungen in unser kleines Abenteuer.
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