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Wasilla - Kenai
Auch heute war der Himmel wieder grau und dunkel - ausgerechnet wenn eine der schönsten Scenic Byways gefahren wird. Aber egal solange es nicht regnet waren wir schon zufrieden. Die Strecke nach Girdwood war natürlich nicht so schön wie sie bei Sonnenschein hätte sein sollen - und da wir am Abflugtag die Strecke noch einmal bei strahlend blauem Himmel gefahren sind, war das Ganze überhaupt nicht schlimm.
In Girdwood schauten wir uns kurz etwas um, besuchten die kleine Crow Mine und machten einen kurzen Spaziergang zu einem Wasserfall. Danach stand das AWCC - Alaska Wildlife Conservation Center auf dem Programm. Wenn man keine Tiere in freier Wildniss gesehen hat, kann man hier zumindest die "gängigsten" sehen. Ist aber echt gut gemacht - man kann selber zu den einzelnen, recht weitläufigen Gehegen gehen oder mit dem Wagen fahren. Die Moschusochsen hat man hier besser als auf der Musk Ox Farm in Palmer gesehen und musste sich nicht auch noch die blöden Erklärungen und Spendenaufrufe anhören.
Danach fuhren wir entlang des Kenai Rivers, eine Gegend in der alles auf das Angeln ausgerichtet ist. Manchmal konnte man den Fluss vor lauter Anglern nicht sehen. Die Strecke bis Kenai selbst zieht sich extrem, da man auf dem engen, kurvenreichen Highway die vielen Wohnmobile nicht überholen kann. Hier war uns zum ersten Mal so richtig bewusst, dass es Hochsaison war. Es war extrem viel los. So viele RV's hatten wir in den letzten zwei Wochen zusammen nicht gesehen! Irgendwann erreichten wir dann aber Kenai und checkten im Hotel ein. Wir erkundigten uns nach der besten Stelle für's Dipnetting und machten uns gespannt auf den Weg.
Wir hatten Glück schon von oben aus sahen wir die Angler mit ihren riesigen Netzen Schulter an Schulter an der Mündung des Flusses zu beiden Seiten stehen. Einfach unglaublich - es waren Zelte aufgebaut, der Fisch wurde bereits vor Ort geräuchert und es herrschte ein unglaubliches Treiben da unten. Mit Kind und Kegel sowie ihrem Hausstand waren die Angler angereist.
Also gingen wir auch hinunter an den Strand um uns das Ganze mal aus der Nähe anzusehen. Wir hatten Glück, denn in den nächsten Stunden erwartete man hier 150.000 durchziehende Lachse und tatsächlich ging jeder Angler nach kurzer Zeit mit einem dicken Lachs im Netz an Land. Kaum war der Angler wieder drin, kam er auch schon wieder mit einem weiteren Lachs raus. Einfach unglaublich dieses rege Treiben hier. Sowas hatten wir noch nicht gesehen.
Zu den Anglern fuhren die kommerziellen Fischer aus, denn für sie endete ein 10tägiges Fangverbot. Generell herrschte bei den Einheimischen eine Unzufriedenheit, denn die Menschen, die nach Kenai zum Dipnetting kommen, kommen mittlerweile überwiegen aus sportlichen Gründen und es werden immer mehr - wohingegen den kommerziellen Fischern, die von den Lachsfängen Leben die Fangquoten immer mehr gesenkt werden, so dass schon einige ihr Handwerk aufgeben mussten. Die Einheimischen standen dem wilden Treiben da unten sehr skeptisch gegenüber.
Für uns war es interessant zu sehen und wir hatten Glück, dass wir dort waren also jedem in der Reihe im Minutentakt die Lachse ins Netz gingen. Wir sind noch mal ein paar Stunden später hingefahren und da war das alles ganz zäh, da ging dann alle 10 Minuten mal einer mir einem Lachs im Netz an Land.

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