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Homer: Ausflug zu den Bären
Da wir nicht sicher waren ob wir in Brooks Bären zu sehen bekommen würden, buchten wir schon von zu Hause aus eine Fly-In-Bären-Safari ab Homer. Da nur noch eine Tour am Nachmittag frei war, hatten wir den ganzen Morgen Zeit und genossen diesen mit Blick auf die gegenüberliegenden Gletscher auf der Terrasse unseres B&B - es nannte sich zwar Lodge, aber weit gefehlt. Aber zumindest die Terrasse war klasse und wir konnten mal ein wenig ausspannen, sortieren, surfen und unser Gesicht in die Sonne halten. Als wir dann zum Flughafen fahren mussten, kam leider ein riesiger Wolkenstreifen über Homer und Homer Spit.
Eigentlich war alles egal, Bären hatten wir zu Genüge gesehen und so konnten wir diesem kleinen Abenteuer vollkommen erwartungsfrei und ohne Druck etwas sehen zu müssen begegnen.
Bereits am Flughafen wurden wir mit Waders ausgestattet - Gummistiefeln, die fast bis zur Hüfte gehen, damit man beim Durchqueren von kleinen Flüssen trocken bleibt. Das Wolkenband ließen wir schnell hinter uns und so bekamen wir erst einmal einen schönen Scenic Flight über die Küste von Katmai mit ihren Bergen und Gletschern. Als ein Bär am Strand gesichtet wurde, wurde gedreht und an diesem gelandet - suprise, surpise wir waren nicht die ersten, ein Filmteam der BBC war bereits da und beobachtete/filmte einen Wolf. Ein paar Meter weiter von diesem viel gefilmten Star konnten wir einen Bären und daneben einen Wolf bei der Jagd nach Lachsen beobachten. Das war etwas Neues, zwar fototechnisch - trotz großer Objektive - nicht einzufangen, aber etwas für das innere Auge, das noch sehr lange "nachbrannte".
Danach wurde wieder abgehoben und es ging noch ein wenig die Küste Richtung Halo Bay. Hier sahen wir von oben zwei Bären im seichten Wasser stehen und wieder wurde gelandet. Trotz voranschreitender Flut wateten wir zu den Bären und kamen recht nah heran, diese ließen sich aber überhaupt nicht von uns stören. Blöd war nur, als einer sich auf dem Strand - unserer Starpiste - eine Kuhle grub und sich in dieser genüsslich niederließ. Gut, dass nach hinten noch etwas Platz war, so konnten wir später noch abheben.
Nach dem nächsten Start folgte auch direkt wieder die Landung in der angrenzenden Nachbarbucht. Hier gingen wir durch hohes Gras und konnten überall die plattgelaufenen Wege der Bären sehen. Und nachdem man etwas genauer hingeschaut hatte, konnte man sie überall entdecken - echt Wahnsinn. Nicht so nah wie in Brooks, aber dafür waren wir ja auch dort - aber eben in ihrem Lebensraum (wenn mal kein mit Lachsen überfüllter Fluss in nächster Nähe ist).
Mit den insgesamt drei Strandlandungen und drei -abflügen hatten wir uns zeitlich etwas verzettelt und wir kamen gerade noch hoch bevor der Strandabschnitt durch die hineinkommende Flut zu klein zum Starten wurde.
Den Hinweis des Touranbieters wichtige Medikamente für 1-2 Tage mitzunehmen hatten wir anfänglich für einen Scherz gehalten, sahen aber wie schnell es passieren konnte und waren froh noch in die Luft gekommen zu sein.
Nach über sieben Stunden waren wir froh als wir wieder in Homer landeten. Fotografisch war die Ausbeute in Bezug auf die Bären vielleicht nicht das Beste was wir bisher hatten, aber die Art zu "Reisen" - eine Tiefe Schleife über eine Bucht fliegen und nach Bären Ausschau zu halten, am Strand zu landen und zu starten, durchs Wasser zu waten und Wölfe und Bären in ihrem Lebensraum beobachten zu können wie man es sonst nur aus eben jenen Dokumentationen von BBC und National Geographic kennt, war einfach unglaublich und hat diesen Ausflug tief in unser Gedächtnis gebrannt, vielleicht auch deshalb weil man nicht ständig die Kamera vor der Nase hatte sondern es einfach nur erkundet und genossen hat.
Tatsächlich war es das "versprochene" kleine Abenteuer für Stadtkinder!


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